Auf vielfachen Wunsch eines Einzelnen: microgast.at hat jetzt eine Mauszeigerspur

Auf vielfachen Wunsch eines Einzelnen aus meiner Community gibt es auf microgast.at ab sofort eine Mauszeigerspur. Wer am PC die Maus bewegt, zieht 12 bunte Kugeln aus meinem Logo hinter sich her.
Wer Windows 95 noch kennt, erinnert sich vielleicht an die Einstellung „Mauszeigerspur“. Irgendwo in der Systemsteuerung unter „Maus“ konnte man festlegen, dass der Pfeil ein paar Geister seiner selbst hinter sich herzieht. Gedacht war das für die trägen LCD-Bildschirme der ersten Laptops, auf denen der Zeiger bei schnellen Bewegungen einfach verschwand. Eingeschaltet haben es die meisten trotzdem, weil es lustig aussah.
Weil meine Website ohnehin wie ein Windows-95-Desktop aussieht, war die Frage nur eine Frage der Zeit. Gestellt hat sie jemand aus meiner Community. Genau eine Person. Für mich reicht das als Marktforschung, andere Unternehmen starten mit weniger Daten ganze Produktlinien.
So sieht die Spur aus
- Der normale Pfeil bleibt, wo er ist. Dahinter folgen 12 glänzende Kugeln in den Farben des microgast-Logos, vorne Magenta und Rot, dann Orange, Gelb und Grün, hinten Blau und Lila.
- Die erste Kugel ist 14 Pixel groß, die letzte 6 Pixel, und nach hinten werden sie immer durchsichtiger.
- Bleibt die Maus stehen, ziehen sich die Kugeln zum Zeiger zusammen und verschwinden nach einer halben Sekunde.
- Die erste Kugel sitzt ein paar Pixel hinter der Pfeilspitze. Klicken soll man ja weiterhin dort, wo man hinzeigt.
Was dahinter steckt
Die Kugeln sind keine Bilder. Der Browser zeichnet sie selbst, jede mit Farbverlauf und Glanzlicht wie im Logo. Das Ganze ist eine einzige JavaScript-Datei mit rund 6 KB, ohne fremde Bibliotheken, ohne Tracking und weiterhin mit 0 Cookies. Steht die Maus still, rechnet auch nichts mehr. Eine Spielerei darf Spaß machen, den Akku vom Laptop soll sie trotzdem nicht leer saugen.
Auf dem Handy und dem Tablet gibt es die Spur bewusst nicht, dort fehlt der Mauszeiger. Und wer am Computer „Bewegung reduzieren“ eingestellt hat, bekommt sie ebenfalls nicht zu sehen. Barrierefreiheit geht vor Spielerei.
Gebaut habe ich die Spur, wie die ganze Website, mit Claude Code. Meine Aufgabe war die Beschreibung: welche Farben, welche Größen, wie weit hinter dem Pfeil, was bei Stillstand passiert. Den Code hat die KI geschrieben.
Wozu das Ganze?
Zugegeben: Einen Geschäftsnutzen hat eine Mauszeigerspur nicht. Kein Seminar wird dadurch besser, und kein Kunde findet mich deshalb schneller bei Google. Aber muss auf einer Website eigentlich alles einen Zweck haben? Ich finde, eine Seite darf auch ein bisserl Charakter zeigen. Wer sich durch meine Seiten klickt, soll merken, dass hinter der KI-Beratung ein Mensch steckt, der seine Arbeit ernst nimmt und sich selbst nicht immer.
Also: Maus schnappen und einmal quer über den Bildschirm fahren. Und falls jemand aus meiner Community den nächsten Wunsch hat, mein Postfach ist offen. Ein Einzelner reicht, wie man sieht.